Gefäße, die man lieber in die Hand nimmt als ansieht.
Kleine Werkstatt in Plagwitz. Ich drehe Steinzeug, brenne bei 1240 °C und verkaufe nur, was den zweiten Brand übersteht.
Zwei Brände. Dann darf es in die Küche.
Ich arbeite fast nur mit grauem Steinzeug. Es verträgt Hitze, springt nicht beim heißen Tee und wird mit den Jahren eher schöner. Erst kommt der Schrühbrand bei 950 °C, dann die Glasur, dann der zweite Brand bei 1240 °C. Was dabei reißt, landet im Scherbeneimer — nicht im Regal.
Maße schwanken um ein paar Millimeter. Das gehört zur Sache. Wer perfekt gleiche Tassen will, ist im Kaufhaus besser aufgehoben. Bei mir hat jede Tasse einen Henkel, der zu genau einer Hand passt — und meistens ist das die Hand, die sie später hält.
Mehr über die Werkstatt
Temperatur im zweiten Brand. Erst danach wird ein Stück verkauft.
Plätze pro Kurs. Mehr Drehscheiben passen nicht in den Laden — und mehr will ich auch nicht betreuen.
Karl-Heine-Straße 52, im Erdgeschoss neben der alten Baumwollspinnerei.
Ein paar Stücke, die gerade da sind.
Es gibt keinen festen Katalog. Ich drehe in kleinen Serien, manches nur einmal. Was im Laden steht, steht auch online — bis es weg ist.
Drei Formate. Alle klein gehalten.
Ton, Werkzeug und Brand sind immer dabei. Ich schicke die fertigen Stücke nicht durch die Republik — du holst sie etwa drei Wochen nach dem letzten Termin in Plagwitz ab.
Drehkurs für Anfänger
Vier Abende, jeweils dienstags. Wir zentrieren, ziehen Wände hoch und drehen am Ende eine kleine Serie. Höchstens sechs Plätze. Ton und Brand inklusive.
Schnupperdrehen am Samstag
Drei Stunden, ein Vormittag. Genug, um zu merken, ob die Drehscheibe etwas für dich ist. Du nimmst zwei eigene Stücke mit nach Hause, sobald sie gebrannt sind.
Offene Werkstatt für Geübte
Für alle, die schon zentrieren können und einfach Drehscheibe, Ton und Ofen brauchen. Kein Unterricht, nur Platz und Brand. Anmeldung pro Termin.
„Ich kam mit der Idee, eine Tasse zu machen, und ging mit vier nach Hause. Drei davon hängen schief. Genau die benutze ich am liebsten.“Hanna R., Drehkurs Frühjahr 2025
Was die Leute wirklich wissen wollen.
Kann ich am ersten Abend schon eine fertige Tasse mitnehmen?
Nein. Ein Stück muss erst langsam trocknen, dann zweimal in den Ofen. Vom Drehen bis zur fertigen, glasierten Tasse vergehen rund drei Wochen. Im Anfängerkurs drehst du am ersten Abend, abgeholt wird etwa drei Wochen nach dem letzten Termin.
Ich habe noch nie an einer Drehscheibe gesessen. Ist das ein Problem?
Im Gegenteil, dafür sind die Kurse gemacht. Die ersten zwei Abende fühlen sich oft chaotisch an, das ist normal. Vorkenntnisse brauchst du nur für die offene Werkstatt am Donnerstag.
Macht ihr Sonderanfertigungen, zum Beispiel ein Geschirrset zur Hochzeit?
Manchmal, aber selten. Sechs gleiche Teller von Hand zu drehen dauert lang und kostet entsprechend. Schreib mir, was du dir vorstellst — wenn es zeitlich passt, mache ich dir ein ehrliches Angebot. Komplette Service mit acht Gedecken nehme ich derzeit nicht an.
Sind die Stücke spülmaschinenfest?
Die meisten ja, weil Steinzeug bei 1240 °C dicht brennt. Wo eine Glasur empfindlicher ist, steht das beim jeweiligen Stück dabei. Goldränder und reines Handwäsche-Geschirr gibt es bei mir nicht.
Der Laden ist offen, wenn der Ofen es zulässt.
Karl-Heine-Straße 52, 04229 Leipzig. Donnerstag und Freitag 14–18 Uhr, Samstag 11–15 Uhr. An Brenntagen bleibt die Tür zu — das steht dann an der Scheibe.